Co-Sleeping - Vor- und Nachteile  - Availand
04

März

Colecho

Co-sleeping – vor- und nachteile

Der Begriff Co-Sleeping bedeutet, das ein Baby in unmittelbarer Nähe (im Bett) von einem Elternteil oder beiden schläft. Wenn es nachts so nah bei seiner Mutter ist, fühlt es sich geschützt, geborgen und in der Nähe seiner Nahrungsquelle, entweder durch die Brust seiner Mutter oder durch eine Flasche. Wenn das Baby noch sehr jung ist, wird es alle paar Stunden das Bedürfnis nach Nahrung haben und wenn es während dieser Zeit nachts mit seiner Mutter schläft, kann das Stillen schneller und einfacher erfolgen.

Obwohl Co-Sleeping wie eine mehr oder weniger neue Praxis klingen mag, wird sie weltweit bereits seit langer Zeit durchgeführt. Historisch gesehen war es eine sehr weit verbreitete Praxis, vor allem aufgrund der Platzfrage. Damals hatten Familien häufig mehr Kinder als im heutigen Durchschnitt und aufgrund der kleinen Wohnfläche, war es üblich, dass mehr Familienmitglieder im selben Zimmer und sogar im selben Bett schliefen. Mit der Zeit entschieden sich viele Familien für größere Wohnungen, was dazu führte, dass die Kinder in ihren eigenen Zimmern schliefen und nicht mehr in den Betten ihrer Eltern.

Vorteile des Co-Sleepings

Wie bereits erwähnt, betonen die Befürworter des Co-Sleepings, dass es das nächtliche Stillen erleichtert. Mutter und Baby können sich nachts besser ausruhen, da das Stillen viel schneller erfolgt, als wenn die Mutter aufstehen und es im Zimmer des Kindes tun muss, und beide wieder direkt einschlafen können.

Darüber hinaus sind auch die emotionalen Vorteile hervorzuheben, die durch den Kontakt zwischen Mutter und Kind entstehen, ihre Bindung stärken und dem Baby mehr Sicherheit und körperlich-emotionales Wohlbefinden bieten, wodurch die Entwicklung des Kindes positiv beeinflusst wird.

Die Verteidigung dieser Praxis basiert auch auf der Tatsache, dass Kinder, die die ersten Jahre im Bett der Eltern geschlafen haben, selbstbewusstere Erwachsene sind, mit höherem Selbstwertgefühl und einem höheren Maß an Optimismus und Glück.

Nachteile des Co-Sleepings

Selbstverständlich gibt es jedoch nicht nur Vorteile, sondern auch einige Nachteile dieser Praxis, insbesondere wenn das Kind im selben Bett wie die Eltern schläft und nicht in einem separaten Bett.

Die Hauptnachteile sind Erstickungsgefahr, Quetschgefahr und die Gefahr eines plötzlichen Todes. Aus diesem Grund verteidigen viele Organisationen das Co-Sleeping nur, wenn das Baby in einer Wiege neben dem Bett der Eltern schläft.

Zudem gibt es einige Nachteile, die auf die negativen emotionalen Folgen hinweisen, die diese Praxis haben kann, wie die Zunahme der Abhängigkeit des Babys von der Mutter, der Mangel an Intimsphäre für die Eltern, etc.

Praktische Lösungen

Hersteller von Babybetten bieten mittlerweile bereits eine Alternative, um Co-Sleeping auf sichere Art und Weise zu praktizieren. Es handelt sich dabei um Bettchen, die auf einer Seite des Bettes der Eltern mit seitlicher Öffnung verankert werden können. Auf diese Weise bieten wir dem Baby einerseits sein eigenes Bett und andererseits Sicherheit vor den gefährlichsten Risiken des Co-Sleepings.

Wie jedes Thema hat auch das Co-Sleeping seine Verteidiger und Kritiker. Beide Parteien haben ihre logischen Erklärungen, um ihre jeweilige Position zu verteidigen, doch letzten Endes müssen Eltern ihre eigene Entscheidung treffen und schauen, was für sie und ihr Kind am besten ist. In der Regel sollte diese Praxis nicht als schlecht oder falsch bezeichnet werden, solange sie der Familie das Leben erleichtert und das Kind davon profitiert.