Frühlingsallergie bei Säuglingen - Availand
18

Juli

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Frühlingsallergie bei säuglingen – wie man sie verhindert und lindert

Der Frühling ist nicht nur eine Zeit von Knospen und des ersten Grüns nach den kalten Wintermonaten, sondern für viele auch die Zeit von zahlreichen Besuchen in Arztpraxen und Apotheken. Das Hauptziel vieler Mütter und Väter während dieser Jahreszeit ist, die immer häufiger auftretenden Frühlingsallergien bei Säuglingen zu mildern.

Dabei besteht der erste Schritt üblicherweise darin, sich an einen Allergologen zu wenden, um herauszufinden, welches Allergen die Symptome auslöst, um im Folgeschritt die beste Behandlung für die Allergie zu bestimmen.

Was ist eine Frühlingsallergie?

Sie ist eine Abwehrreaktion des Körpers gegen äußere Substanzen, die konsumiert, über die Haut aufgenommen oder eingeatmet werden. Wenn der Körper sie entdeckt, neutralisiert er sie durch einen Prozess, von dem Nicht-Allergiker nichts mitbekommen.

Bei Allergikern ist es jedoch so, dass ihr Körper übertrieben reagiert und versucht, diese externen Wirkstoffe auf eine Weise zu neutralisieren, die für den Körper selbst schädlich ist und somit Allergiesymptome verursacht. Im Falle einer Frühlingsallergie ist es eine Reaktion auf Pollen, die verschiedene Pflanzen und Bäume wie Gräser, Zypressen, Bananenbäume, Olivenbäume usw. produzieren.

Warum kommt es zu immer mehr Frühlingsallergien bei Kindern?

Dies ist vor allem auf den Klimawandel zurückzuführen, der das Alter, in dem Kinder mit einer Pollenallergie reagieren, verkürzt hat. Die Durchschnittstemperaturen sind gestiegen, wodurch die Pollensaison verlängert und intensiviert wird. Jedes fünfte Kind zwischen 13 bis 14 Jahren leidet an einer Frühlingsallergie, jedoch treten mittlerweile auch immer mehr Fälle von Allergien bei Säuglingen auf.

Welche Monate sind am schlimmsten für eine Frühlingsallergie?

Bis vor einigen Jahren waren es nur die Frühjahrsmonate (Ende März bis Ende Juni), jedoch empfehlen Experten aufgrund des Klimawandels extreme Vorsichtsmaßnahmen nun bereits ab Anfang Februar.

Symptome einer Frühlingsallergie

  • Rhinitis, Konjunktivitis und Asthma
  • Juckreiz in der Nase, Juckreiz in den Augen oder im Rachen, sowie Tränen und Niesen
  • Laufende oder verstopfte Nase und Bronchialobstruktion (oft verwechselt mit der typischen Erkältung, daher alle Symptome beachten und den Kinderarzt aufsuchen)

Behandlungen und Mittel gegen Frühlingsallergien bei Kindern

Im Zusammenhang mit diesen Allergien gibt es 2 Arten von Behandlungen:

Vorbeugende und akute Behandlungen. Zuerst werden die Allergie und das spezifische Allergen, das sie verursacht, erkannt, um mit den Vorbeugungsmaßnahmen zu beginnen. In  manchen Fällen verschreibt der Kinderarzt Kortikoide vom Anfang bis zum Ende des Frühlings, während in anderen Allergie-Impfungen, auch Hyposensibilisierung genannt, verschrieben werden. Bei der Hyposensibilisierung wird eine gewisse Menge des Allergenextrakts, das die Allergie verursacht, durch Impfstoffe verabreicht, so dass die Reaktion des Kindes, wenn es einmal dem Allergen auf natürliche Art ausgesetzt ist, weniger stark ausfällt. Die Auswirkungen sind bereits im Alter von 6-12 Monaten zu spüren und erreichen ihren Höhepunkt im Alter von 2-3 Jahren.

Andere Formen der Prävention

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Symptome von Kindern mit Allergien zu reduzieren:

  • Vermeide vor allem zwischen März und Juni Gebiete mit viel Vegetation wie Felder, Parks oder Gärten und entscheide dich, wenn möglich, die Ferien am Strand zu verbringen.
  • Vermeide Texturen, an denen Pollen mit Leichtigkeit haften können, wie z.B. Kuscheltiere, Teppiche, Decken und/oder wasche sie häufig – gleiches gilt für Kinderbekleidung, Schals etc.
  • Vermeide Outdoor-Aktivitäten so weit wie möglich an sehr sonnigen, trockenen und windigen Tagen.
  • Schließe die Fenster beim Autofahren und achte darauf, die Pollenfilter regelmäßig zu reinigen und zu wechseln.
  • Bronchodilatatoren oder Antihistaminika sollten während dieser Jahreszeit nicht in deiner Tasche fehlen.
  • Halte die Fenster des Kinderzimmers so häufig wie möglich geschlossen und installiere ein Moskitonetz, das hilft, den Großteil der Pollen draußen zu halten.

Die Prävention durch diese Empfehlungen kann bereits einen großen Einfluss auf die Symptome haben, es ist jedoch dennoch wichtig, dass dein Arzt die entsprechenden Tests durchführt, um die Art der Allergie zu erkennen und so eine geeignete Behandlung für dein Kind zusammenstellen kann.